Sommerinterview im ZDF mit Alice Weidel in Wien

Auszüge aus diversen (Medien)Berichten

Der ungewöhnliche Drehort hatte einen konkreten politischen Grund: Die AfD-Co-Vorsitzende traf sich in der österreichischen Hauptstadt mit Vertretern der FPÖ, um sich im Hinblick auf kommende Regierungsoptionen auszutauschen. Da Sommerinterviews traditionell oft am Urlaubsort oder einem persönlichen Bezugsort der Politiker stattfinden, wählte das ZDF für das Gespräch mit Moderator Wulf Schmiese eine Terrasse mit Blick über die Dächer Wiens.


In Österreich holt man sich auch Anregungen für eine möglicherweise bevorstehende Regierungspraxis – schließlich kann die FPÖ auf jahrzehntelange Regierungserfahrung in Bund und Ländern zurückblicken. An einem Strategietreffen von AfD-Spitzenvertretern aus Bund, Ländern und EU-Parlament in Berlin im April nahm etwa ein früherer FPÖ-Staatssekretär des österreichischen Finanzministeriums teil.

AfD-Fraktionsvize Sebastian Münzenmaier, Organisator des Treffens, sprach von „Rat und Expertise von unseren Freunden aus Österreich, die wissen, wie man erfolgreich Koalitionsgespräche bestreitet und Ministerien führt“. Münzenmaier ist selbst regelmäßig zum Austausch in Wien.


Weidels Sprecher Daniel Tapp, der früher für die FPÖ arbeitete, hält im Auftrag der AfD nach eigenen Angaben ebenfalls Kontakt nach Österreich: Der Austausch sei wegen der Ähnlichkeit der politischen Systeme sinnvoll.


Deutsche Sicherheitsbehörden hatten erhebliche Bedenken, ein Interview mit der AfD‑Co‑Chefin öffentlich und frei zugänglich in Deutschland durchzuführen.

Das ZDF wich daher auf Wien aus – ein Ort, an dem sich Weidel ohnehin häufig aufhält und wo die Sicherheitslage für dieses Format als besser handhabbar galt.

Das Interview fand in einem Hotel statt, nicht etwa im öffentlichen Raum.

Wulf Schmiese und Alice Weidel in Wien
Fabian Weiss/ZDF/dpa

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